Die neunte Woche 4.12.09 - 10.12.09
 
Die Welpen ziehen sich Samstag Morgen wegen Frost relativ schnell wieder in die Küche zurück, lassen es sich aber nicht nehmen mich dann bei meiner Kotsammelrunde zu begleiten. Dabei sehe ich dass meine Rose Stück für Stück dahinschwindet. Warum gerade die Rose mit ihren Dornen und nicht der Bambus entzieht sich meiner Kenntnis.
Heute Nachmittag kommen 2 Interessenten, eine aus der Nähe von Wien. Furbo ist jetzt immer sehr dankbar dass ich seine Boxentüre zumache wenn jemand kommt. Die Jungen nehmen keine Rücksicht auf ihn und so kann er in Frieden weiterschlafen.
Die erste Waschmaschine mit Vetbets läuft schon am frühen Morgen. Eine der Wepsen muss anscheinend in der Nacht auf Vetbet machen. Aber ansonsten lieben sie diese Decken. Beim spielen ziehen sie es manchmal bis fast zum Durchgang wo es doch sehr kalt reinzieht. Aber lieber liegen sie ja im Durchzug als dass sie auf ihr Vetbet verzichten würden. Ich leg eh immer 2 aus, komischerweise bleibt das zweite immer bei der Wärmelampe. Sie meinen aber es langt nicht für alle Wepsen obwohl auf den Riesendingern ein Orso bequem Platz hätte.
Inzwischen reift bei mir der Gedanke, dass das Gitterchen das ich beim Bauwagen vor den Auslauf gestellt habe, auf keinen Fall Welpen meines Kalibers aushält und dass wir dann ein Problemchen hätten. Also bau ich ein stabiles grosses Türelement an anderer Stelle ab, zum Glück gibt es hier immer einen Ausweg, schleppe es zum Bauwagen und montiere es. Das Kabel für die Wärmelampe installiere ich auch gleich noch im Bauwagen.
Irgendwie kam mir gestern schon das Verslein von den 10 kleinen Negerlein in den Sinn. Jetzt ist Anuschka auch weg, seufz, mein zweiter Lieblingswelpe. Anuschka die Freche. Und bis fast nach Wien. Hoffentlich kommen sie gut heim.
Enya hat sich auf ihre Weise von Anuschka verabschiedet. Sie nudelt sie durch. Anuschka versucht ständig an die Zitzen zu kommen, hat aber nur Erfolg wenn Enya durch streicheln abgelenkt ist.
 

Als Anuschka zur Prinzessin geht explodiert die in ihrer Ruhe gestörte. Anuschka schleicht sich wieder, so unhöfliche Katzen sind nicht ihr Ding.
 

Bevor die Leute fahren lassen wir Anuschka noch mal rennen, sie macht sofort ihr Pfützchen und prescht dann los. Dann ist sie wenigstens einigermassen müde.
Was mir bis jetzt auch alle Käufer gesagt haben, es sei schwierig hier einen Welpen auszusuchen. Sie hatten erwartet dass vielleicht einer etwas abseits sitzt oder einer besonders auf sie zustürmt. So kenne ich das auch bei Würfen. Hier ist das nicht so, hier stürmt alles nach vorne. Keine Ahnung an was das liegt. Aber es bestärkt mich dass ich auf dem richtigen Weg bin. Filou kracht mit einem Brett in die Wurfkiste, die Welpen stört das nicht.

 

 
Heute hab ich bei Lesley was gesehen was ich noch nie bei einem Welpen bzw. Hund gesehen habe. Ich hatte sie wieder mit Amber und dem Rüden (die Österreicher wollten keinen Rüden) rausgesetzt und ihnen den Besen zum spielen gegeben. Aramis hat dann plötzlich entdeckt dass man durch das Gitter hinter in die Küche kommt wo so viele Futtersäcke und ein Katzenklo stehen. Bis ich ein schmaleres Gitter geholt habe sind sie da auf Tour gegangen. Wie sie wieder vorne waren haben sie miteinander gespielt. Und Lesley boxt!!!!!!!!!! Mit dem ganzen Kopf. Sie rast auf Amber zu und rammt sie mit dem Kopf in die Seite dass Amber fast umfällt. Dampfhammer dürfte der richtige Begriff für Lesley sein.
Eine Interessentin hat mich hängen lassen, schade dass man dann nicht mal absagen kann. Ich stell mir ja nicht gerne die Füsse in den Bauch und warte umsonst.
Ich versteh das nicht ganz. Heute gab's 1 kg Hühnerhälse für die 7 Welpen. 1/2 Minute, dann waren alle weg. Ob da irgendwo ein Krokodil mitgemischt hat. Happ, schnapp, schluck, weg sind sie. Erinnert mich wirklich an die Welpen in einem Wolfsrudel, das Getöse dazu ist jedenfalls das gleiche.
So zwischen 11 und 12 wird Lesley geholt also gibt's als Frühstück nur einen Snack für alle. Ganz ohne gehts nicht weil ich das Gekreische bis mittags nicht ertragen würde. Dafür haben sie ja gestern Abend reichlich gekriegt.
Enya hat vor ein paar Tagen beschlossen ihre Kinder zwar weiter zu lieben, sie freut sich wie ein Schneekönig wenn sie sie sieht, aber nicht mehr an die Zitzen zu lassen.
Um 10 Uhr lugt die Sonne raus, vielleicht wirds ja noch ein schöner Tag. Ich glaub das ist ein guter Tag um in den Bauwagen umzusiedeln. Wenn es jetzt wieder wärmer wird ist die Umstellung auch einfacher. Nur Tabby wird sich daran gewöhnen müssen dass ihr Bauwagen dann besetzt ist.

So, Lesley ist auch weg und ich komm mit dem zählen draus. Sie hat auch noch das Wohnzimmer auf den Kopf gestellt, hat die Katzen das fürchten gelernt. Aber sie war diejenige die nicht ständig bei Enya trinken wollte. Siddy, ihre neue vierbeinige Gefährtin hat gemeint dass sie damit einverstanden ist so lange sie nichts damit zu tun haben muss.

 
Dann rufen die Leute von Aladin an. Er ist jetzt nach 2 Tagen Stubenrein, meldet wenn er raus muss. Darüber freu ich mich ganz besonders. Und sie sind rundum glücklich mit ihm. So soll es sein. Und da es nicht mein Hund ist ist es mir auch egal dass er im Bett schläft und aufs Sofa darf:-))))))))

 

 

2 Stunden nach Lesley wird Amber geholt. Die kommt zu Kindern, netten Kindern, gut erzogen. Sonst hätte ich Amber auch nicht hergegeben.
 
Heute hat sich die Prinzessin die Mühe gemacht jedes mal zu erscheinen wenn jemand kam. Ist ja bei ihr nicht immer so, meist verpennt sie Besuch, mit Absicht oder nicht weiss ich nicht. Aber der eingeheizte Ofen steht nun mal im Wohnzimmer und für Wärme schlägt man sich auch mal mit frechen Welpen rum.

 

Kaum war Amber weg ist die Prinzessin ins Koma gefallen:-))))) Leider ist das Kissen dann mit ihr mal zu Boden gekracht. Sie hat sich verwirrt umgeschaut,ein böser Fehler eine Prinzessin zu wecken sagt sie. Ich hab das Kissen aufgehoben, sie wieder draufgesetzt und schon war sie wieder eingeschlafen.
 
Sollte ich in 2 Jahren mit Enya noch mal züchten sind mir 2 Verbesserungen eingefallen. Ich werde einen Teil des Katzengartens mit Plane überdachen damit die Wepsen einen trockenen Platz zum pinkeln haben und ich werde eine funktionierende Hundeklappe in den Durchgang einbauen damit es nicht gar so kalt reinzieht.
Nachdem ich von der Arbeit mit Paco heimkomme siedle ich die 5 Wepsen um. Wie? Ganz einfach, Enya an die Leine genommen, vorne weg und 5 Welpen, gierig nach Zitzen, hinterher. Keine Angst, ich hab Enya gleich wieder erlöst, sie schaut nicht gerade glücklich drein wenn die 5 versuchen ihre Zitzen zu erwischen.

 

 

Wer aber noch unglücklicher dreinschaut ist Tabby. Ja was? Mein Bauwagen wird besetzt. Und jetzt zeigst du den komischen Tieren auch noch wie sie innen rein kommen? Und wo bleibe ich? Tja, mal schaun ob sie sich aneinander gewöhnen. Tabby hat ja nicht gerade Angst vor Hunden.
Nachdem ich den Wepsen gezeigt habe wie sie innen rein kommen, schaue ich aus wie Sau, der Katzengarten steht nämlich mehr oder weniger unter Wasser und Schlamm. Da sind sie jetzt schon sauberer untergebracht. Nacheinander kommen die Kleinen wieder raus, schaun sich um - schöneAussicht,

 

 

und tappern ganz vorsichtig den Steg runter. Ich hoffe, sie gehen auch wieder rauf.
5 Minuten später schau ich nach, sie sind alle drin. Was sind Welpen doch intelligent, eigentlich sollte mich das nach über 25 Jahren Hunde ausbilden nicht mehr wundern. Ich weiss was Hunde leisten können.
 

Und grad wie ich drin stehe kommt Tabby. Die scheisst sich ja wirklich nichts. Lässt sich beschnüffeln, als mehrere Welpen auf sie zustürmen geht sie, aber sehr gemächlich.
 

 

Sie ist auch noch nicht mit den spitzen Zähnchen von Welpen vertraut. Meine Katzen kennen die zur Genüge und gehen daher lieber etwas auf Abstand.
 

 

 
In der Küche wird es zusehends wärmer nachdem ich die Katzenklappe wieder eingebaut habe. Und heute leiste ich mir den Luxus mittags zu kochen.
Ohne Welpengeschrei. Auch Holz kann ich nachher wieder holen ohne dass ich aufpassen muss dass einem der Welpen ein Scheit aufs Hirn fällt.
Ich gebs zu, ich konnte es doch nicht ganz glauben dass die Wepsen es kapiert haben wie sie in den Bauwagen und somit in ihre dick isolierte Hütte kommen. Und so kontrolliere ich nach einer Stunde noch mal. Alle 5 sind im Bauwagen. Wie konnte ich nur an diesen Intelligenzbestien zweifeln?
Alle Käufer die bis jetzt angerufen haben sind sehr zufrieden mit Enyas Kindern. Was mich natürlich freut.
 
Abends, als ich die Welpen füttere, knabbere ich an dem Problem dass ich ihnen ein Notlicht in den Auslauf hängen möchte, aber nicht so recht weiss wie. Schliesslich muss es Wasserdicht sein. Da muss ich morgen mal meine Werkstatt durchforsten ob ich was passendes finde. Wie ich aber noch mal hinterschau bevor ich ins Bett gehe sind alle drinnen. Alina kommt raus wie ich sie mich hört, begrüsst mich und verschwindet wieder im Bauwagen.

Es schifft seit gestern Abend ununterbrochen. Grad noch rechtzeitig hab ich die Welpen umgesiedelt, der ganze Katzengarten steht unter Wasser. Ich vermute dass 40 Hundepfoten die Ritzen zwischen dem Kopfsteinpflaster so verdichtet haben dass das Wasser jetzt nicht mehr abfliessen kann. Die 5 kommen zum fressen fast trocken aus dem Bauwagen, also waren sie heute Morgen schon mal draussen.
 
Ist schon interessant wie 8 Wochen Mensch und Tier prägen. Ich denk auch erst im letzten Moment dran dass ich Orso jetzt wieder durch die Küche hinters Haus bringen kann. Er allerdings weigert sich. Ich muss ihn am Halsband nehmen und ihm zeigen dass keine Orsofressenden Monster mehr da sind. Mir ging's gestern Abend auch so. Ich bin ja abends nur noch selten in die Küche gegangen um die Kleinen nicht jedes mal zu wecken. Gestern konnte ich nach Herzenslust reingehen, mir noch einen Yoghurt holen, mir noch was zu trinken holen:-))))))) Nur Furbo weiss heute Morgen sofort was Sache ist, er geht nach 8 Wochen Abstinenz wie selbstverständlich in die Küche um sein Tablettenleberwurstbrot abzuholen. Und ich geniesse eine warme Küche. Die Katzen geniessen es wieder rausgehen zu können wann sie wollen.
Am Dienstag nach der Arbeit drehe ich mit Enya und den Welpen eine Runde um die Kirche.
 
Erst mal wollen die Welpen nur eines - trinken. Irgendwann gibt Enya auf und lässt sie an die Milchbar.
Danach können die Kleinen sich endlich auf die Umgebung konzentrieren.
Am Mittwoch räum ich  mit den Welpen ein bisschen den Garten auf. Es ist schon ätzend wenn Katzen im Haushalt helfen wollen. Aber mit 5 Welpen zwischen den Füssen ist es fast unmöglich auch wenn sie ab und zu ihre eigenen Wege gehen und alles erkunden.
 

 

Den Katzengarten mache ich dann wohlweislich ohne sie sauber. Die Katzen beobachten, greifen aber nicht ein. Sie haben genug damit zu tun zu erkunden was die Welpen alles umgeräumt oder zerstört haben.

 

 
Furbo hat heute Morgen vehement sein Leberwurstbrot eingefordert. Er ist in die Küche marschiert und stand im Weg. Grins, er ist froh dass die Küche wieder Welpenlos ist.
Eines weiss ich nach dem nachmittäglichen Spaziergang mit 5 Wepsen, dieses mal durch den Hundegarten. Ein Sack Flöhe ist einfacher zu hüten und ich werde ganz bestimmt nicht mit allen 5 Welpen vor das Gartentor gehen!

 

 

Aquila und Knöpfchen flüchten vor der Übermacht an Welpen. Aber man stösst unweigerlich irgendwo wieder mit ihnen zusammen. Wie kriegt man 4 Füsse gleichzeitig vom Boden weg damit die Welpen nicht drankommen?
 

So macht man das. 

 

Da hat sich noch ein Welpe versteckt, nimmt ihn bloss mit wenn du jetzt gehst!!
 
Ich bringe die Welpen auch zurück, sie sind nass genug.

Ab morgen gehts einzeln mit ihnen raus obwohl mir die Zeit dafür eigentlich fehlt. Ich muss jetzt wirklich wieder verstärkt mit den Blindenführhunden arbeiten, ewig wollen die Blinden auch nicht auf ihren Hund warten.
Morgen, Samstag den 12.12. werden die Welpen 9 Wochen alt. Jetzt wirds Zeit dass sie unter die Leute kommen und jeder ein eigenes Heim bekommt.

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