über mich

 

Mein Leben lang waren Hunde und andere Tiere meine Begleiter. Seit 26 Jahren verdiene ich mein Geld mit der Ausbildung von Blindenführhunden.
Vor 13 Jahren hatte ich schon mal Königspudel gezüchtet. Jetzt bin ich über die Ausbildung auf den Flatcoated Retriever gekommen, der, wenn er gut sozialisiert in einer Familie aufwächst, ein ganz toller Begleiter ist. Allerdings ist er ein sehr lebhafter Hund, der auch Kopfmässig ausgelastet sein will, nicht nur körperlich. Also kein Hund für Stubenhocker. Was mich so fasziniert, bei der Arbeit kann er sein Temperament sehr gut zügeln und er arbeitet äusserst konzentriert.  
 

Klein Enya beim spielen mit 2 Blindenführhunden

 
Ich wohne in einem alten, ehemaligen Pfarrhaus genau neben einer Kirche auf dem Dreifaltigkeitsberg, was sich im Winter manchmal als grosser Nachteil herausstellt wenn die Schneepflüge plötzlich unterhalb des Bergs das räumen aufhören weil sie sich über die Landkreisgrenzen nicht einigen können. Bei Hochwasser allerdings ist es von Vorteil. Da kann unten die Isar weit über die Ufer treten, wir leben hier auf trockenem Fusses. Ausser der Kirche und dem Pfarrhaus gibt es nur noch 4 Wohnhäuser und, wie sollte es anders sein bei einer Wallfahrtskirche - ein Wirtshaus.
 
Nachdem der Dreifaltigkeitsberg nicht in jeder Karte und auf jedem Navi auftaucht, hier noch ein paar Tipps. Wörth an der Isar ist 10 km entfernt, Weng liegt genau unterhalb des Dreifaltigkeitsbergs auf der Isarseite des Höhenzugs und Mengkofen liegt 7 km weg auf der anderen Seite des Höhenzugs. Mengkofen und Weng verbindet eine Strasse und genau an der liegt der Dreifaltigkeitsberg.
 
Das Haus ist gut gefüllt mit Zwei- und Vierbeinern.
Zu den Zweibeinern gehören 2 Graupapageien, Gipsy und Jacko

 
mit ihrem Sohn (oder Tochter?) Bazi, den sie hassen wie die Pest.

Deshalb haben sie ihn auch nach 24 Stunden aus dem Nest geworfen und gemeint dass ich ihn aufziehen könnte, was ich dann auch getan habe. Er braucht halt eine eigene Voliere was den Platz im Wohnzimmer wieder etwas mehr einengt.

 
Die Vierbeiner sind:

2 Bartagamen die ein Notfall waren und dann
einfach bei mir hängen geblieben sind,
eine Prinzessin die so aussieht und sich auch
so benimmt.
 
Dann meine 3 Flaschenkinder die jetzt auch schon wieder 6 Jahre meine Nerven strapazieren weil sie nie so recht stubenrein geworden sind.
Filou die von Besuchern begeistert ist weil sie der Meinung ist dass sie hier nie Streicheleinheiten bekommt, Puma, der wirklich nicht weiss dass Katzenklos für Katzen da sind und....... Pünktchen, die Scheue, die kein Besucher zu Gesicht bekommt und die jede Nacht unter meiner Bettdecke schlafen muss. Zumindest im Winter.
 

Dann sind da noch mein heissgeliebter Opa Furbo mit 14 1/2 Jahren,

die scheue Aquila die 4 Monate in einem italienischen Stall verbracht hat und dann zu mir kam. Die Defizite in der Prägungsphase hat sie leider nie mehr aufholen können, trotzdem ist sie heissgeliebt. Beides sind Maremmen Abruzzenschäferhunde und gehören somit zu den Herdenschutzhunden.
 

Orso, der sein Kaukasenblut nicht verleugnen kann und seit er "erwachsen" ist keinen Hund mehr ins Haus und den Garten lässt ist mit seinen 50 kg nicht zu übersehen. Zur Hälfte schwappt auch noch Pyrenäenbergblut in seinen Adern. Die einzige mit der er sich weiterhin versteht ist Aquila.

Dann das freche Knöpfchen ein Wunschkind, nachdem ich vor 2 Jahren meine Pudelhündin Winny mit 13 Jahren verloren habe.

Es ist nicht ganz einfach mit ihm zu leben da ich immer aufpassen muss dass er nicht auf den Rest des Rudels stösst. Das heisst aufpassen dass die richtigen Türen geschlossen sind, dass der richtige Hund in der Box ist, dass die richtige Türe aufgemacht wird. Aber das trainiert mein Gehirn.
 
Und Enya ist natürlich auch noch da, aber die kann man ja auf den anderen Seiten ausgiebig bewundern. Dazu kommen dann noch jedes Jahr 3 wechselnde Schüler für die Blindenführhundschule.
 
 

Im Garten tummeln sich ausser 5 Laufenten die man nie gemeinsam  auf ein Foto kriegt Schildkröten gibt's auch noch
 
3 Hühner und ein Gockel deren Eier, die nicht nach Fischmehl schmecken, ich nicht missen möchte. Die Hunde und Katzen übrigens auch nicht.
 
Dann wäre da noch die Nachbarskatze die der Meinung ist dass hier besser für ihre Kinder gesorgt wird als bei ihr daheim. Also hat sie im Bauwagen der mit Stroh gefüllt ist und die ideale Kinderstube ist, 4 Kinder geworfen.
Tabby, die Mutter. Ein halbes Jahr habe ich gebraucht bis ich sie anlangen konnte. Bei ihren Kindern ging es etwas schneller, sie wurden vermittelt und Tabby letztendlich in einer Falle gefangen und kastriert. Trotzdem ist sie mir treu geblieben, vielleicht auch nur weil ich sie weiterhin mit Futter versorge und schaue dass sie entwurmt und entfloht ist. Sie meldet sich meist  nur wenn die Schüssel unter dem Bauwagen wieder leer ist und ich es nicht gleich bemerkt habe. Auf den Arm nehmen ist überhaupt nicht drin aber eine Schmusestunde ist dann doch willkommen. Auch bei der Gartenarbeit im Sommer kommt sie immer wieder und begleitet mich. Meine Katzen sind keine Freigänger weil sie sonst über kurz oder lang Opfer des Strassenverkehrs werden würden. Aber sie haben grosse Freigehege in denen auch sie sich sonnen und frische Luft schnappen können so viel wie sie wollen.
 

Zum Schluss wären dann noch die Siebenschläfer zu nennen, die zwar nett sind trotzdem nicht ganz willkommen weil sie nur zu gerne am Haus rumnagen. Bei einem alten Holzhaus eine gefährliche Sache wenn sie ein Stromkabel erwischen. Aber viel kann man nicht gegen sie machen, sie lassen sich nicht so einfach vertreiben, ausserdem stehen sie unter Naturschutz.